Enklave der Eilistraee

Drathir's Alure

Der Tanz des Mondes

Neumond · 0 % beleuchtet

Was das hier ist

Diese Seite gehört Drathir's Alure — einer Enklave der Eilistraee, die auf dem Ultima-Online-Shard Schattenwelt entsteht. Rollenspiel, kein Zweitjob: eine Gemeinschaft von Spielern, die dieselbe Göttin verehren und daraus etwas bauen wollen.

Eilistraee ist die Göttin jener Dunkelelfen, die sich von Lloth abgewandt haben — die Herrin des Tanzes, Lady Silberhaar, die Dunkle Jungfrau. Sie kam nicht als Lloths Kind zur Welt. Sie entstand aus dem Licht, das Lloth ihrem eigenen Volk aus der Seele riss, und aus der Güte, die Lloth von sich stieß, als sie endgültig wurde, was sie sein wollte. Beides fand im Leeren zueinander.

Ihr erster Atemzug war ein Lied der Trauer um ihr verlorenes Volk. Ihr erster Gedanke war ein Gelübde, ihnen einen Weg zurückzuweisen.

Wir sind neu. Es gibt uns noch nicht lange genug, um eine Geschichte zu haben — dies hier ist ihr Anfang.

Woher wir kommen

Wir sind heraufgestiegen.

Nicht geflohen — das Wort ist zu klein. Über Generationen wurde in den Hallen der Spinnenkönigin ein Glaube im Verborgenen weitergegeben, unter ständiger Androhung von Folter und Tod: ein Lied, das man nur flüsterte, ein Tanz, den man allein tanzte, wenn niemand zusah. Wer ihn weitergab, riskierte alles. Wer ihn annahm, auch.

Dann kam der Weg nach oben. Ein Spalt im Gestein. Ein Stollen, der weiter ging, als er sollte. Und am Ende Luft, die nach nassem Gras roch statt nach Stein.

Das erste Mal unter freiem Himmel zu stehen ist nichts, worauf man sich vorbereiten kann. Es gibt kein Dach. Der Raum hört nicht auf. Und dann geht der Mond auf — sanft genug für Augen, die nie etwas als Dunkelheit gekannt haben, und hell genug, um alles zu zeigen.

Dort haben wir angehalten. Nicht in den Städten der Oberflächenvölker, sondern unter dem offenen Himmel, in Wäldern, wo der Wind flüstert und das Gras das Schweigen nicht fürchtet.

Wir sind nicht als Fremde gekommen. Wir sind zurückgekehrt.

Der Ruf im Dunkel

Ein Lied, in die Tiefe gesendet — in alte Höhlen, in verfallene Stollen, hinab ins Unterreich. Niemand weiß, wie viele ihn je gehört haben. Aber er wird immer noch gespielt, Nacht für Nacht.

Du bist nicht vergessen. Es gibt einen Weg zurück.

Warum wir so heißen

Drathir's Alure ist Drow und heißt der Tanz des Mondes. Barfuß im Gras, unter dem offenen Himmel — so tanzen ihre Anhänger, seit es sie gibt. Manche sagen, dass Eilistraee in solchen Nächten selbst mit ihnen tanzt: leise, hinter dem Schleier der Welt.

Wir haben uns nicht nach einem Schutz benannt und nicht nach einem Ort, sondern nach dem, was wir tun.

Woran wir uns halten

  1. Fördere die Freude und trage das Licht.

    Das Leben soll gefeiert werden. Schönheit, Kunst, Musik und Tanz sind keine Frivolitäten, sondern heilige Akte der Verehrung. Ein Lied zu singen, um jemanden aufzuheitern, ist ein ebenso gültiges Gebet wie ein Kniefall.

  2. Sei ein Leuchtfeuer für die Verlorenen.

    Wer dem Griff Lloths entkommen will, findet bei uns Schutz, Nahrung und Führung. Wir sind der Wegweiser, der zeigt, dass ein anderes Leben möglich ist.

  3. Reiche jedem in Not eine helfende Hand.

    Güte endet nicht an den Grenzen der eigenen Herkunft. Nur durch solche Taten lässt sich das Misstrauen überwinden, das Dunkelelfen an der Oberfläche entgegenschlägt.

  4. Vernichte das Böse und die Ausgeburten der Spinne.

    Dieser Glaube ist nicht passiv. Wir sind Beschützer der Schwachen und unerbittliche Feinde der Tyrannei — doch wir tragen das Schwert nie aus Zorn.

  5. Lebe frei und ohne die Fesseln falscher Hierarchien.

    Ansehen wird nicht durch Geburt erlangt und nicht durch das Ausschalten von Rivalen, sondern durch gute Taten, künstlerisches Talent und Weisheit, die man mit der Gemeinschaft teilt.

  6. Lerne und lehre die Wege der Oberfläche.

    Jagen, Pflanzen sammeln, das Wetter lesen, die hiesigen Traditionen kennen — und all das an die weitergeben, die nach uns ankommen.

Wer willkommen ist

Eilistraees Glaube ist offen für alle Völker. Für eine Dunkelelfen-Gottheit ist das die Ausnahme, und sie sagt alles über sie.

Dunkelelfen, die dem Unterreich entkommen sind, und die schon oben geboren wurden. Elfen und Halbelfen, denen der Hochmut der eigenen Verwandtschaft zu eng geworden ist. Menschen — Künstler, Dichter, Waldläufer, oder schlicht Leute, die frei sein wollen. Halb-Orks und andere, die am Rand stehen und einen Ort suchen, an dem ihre Güte zählt. Und die Kinder des Mondes: gutgesinnte Lykanthropen, denen sie beibringt, die Macht des Mondes nicht als Auslöser für Raserei zu sehen, sondern als Quelle der Kraft.

Wenn nichts davon auf dich passt, passt trotzdem etwas. Es hat sich immer eine Aufgabe gefunden.

Weiter